Evang. Jugendwerk Oberboihingen

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Bartholomä die Gemeindehausmaus

Das Evang. Jugendwerk stellt sich vorHallo liebe Leute. Ich habe gehört, dass sich heute alle Gemeindemitglieder zu Wort melden dürfen. Auch die eher Unbekannten! Und ich wette, dass Ihr mich noch nicht kennt. Dafür kenne ich euch aber um so besser! Darf ich mich vorstellen? Ich bin Bartholomä die Gemeindehausmaus. Warum ich mich heute melde? Weil Ihr mein Leben letztes Jahr ganz schön durcheinander gebracht habt!

Bis vor 2 Jahren lebte ich völlig friedlich in meinem Schrank unter der Treppe des Gemeindehauses. Da gab es allerlei Gerümpel zum Verstecken und alle haben mich in Ruhe gelassen.

Umbau des AufzugsDoch dann kamen plötzlich irgendwelche Leute mit Hämmern und Bohrern und machten aus meinem Schrank ein Stuhllager. Außerdem setzten sie mir so einen komischen Kasten vor die Nase, den sie Aufzug nennen. Ich glaube aber, es handelt sich um eine große Mausfalle. Kaum bist Du drin, schon bleibt er stehen und dann musst du dich ein paar Tage im Spiegel betrachten. Na ja, vielleicht hätte ich diese komische Steuerung doch nicht annagen sollen. Das lass ich ab jetzt auch bleiben. 

Jedenfalls irre ich jetzt durch das Haus auf der Suche nach einem neuen Platz. Dabei hatte ich viel Gelegenheit die Jugendwerksmitarbeiter kennen zu lernen. Das ist ein besonderes Volk.

Mitarbeiter beim StreichenErst renovierten sie zu jeder Tages- und Nachtzeit die Jugendräume und strichen fünfmal die gleiche Decke, und nun laden sie regelmäßig wilde, laute Kinder ein, die ihre Räume nach und nach wieder verdrecken.

Jungscharen in AktionEs ist immer was los. Montags, mittwochs und freitags sind sie mit ihren Jungscharen da und machen die tollsten Sachen: Basteln, singen, spielen, Geschichten hören und über Gott und den Glauben reden …  Freitag ist der schlimmste Tag. Da kommen sie gleich dreimal mit der Jungschar und abends noch mit einem lebhaften  Club und einem netten Mädels-Club. Ich glaube, die laden alle Kinder von 5-17 ein. Einmal – da hatte ich gerade einen kuscheligen Platz im Gitarrenkoffer gefunden – hat mich die PC-Jungschar samt Koffer verladen und auf die Freizeit mitgenommen.

 

Jungschar beim BackenDort erlebte ich ein Ritterlager mit den 9-10 jährigen. Das war toll. Die Kinder haben Hefeschweine gebacken und gar nicht bemerkt, dass ich mindestens 3 davon gegessen hatte. War auch nötig: Schließlich gibt es ja im Gemeindehaus kaum einen Kuchenkrümel mehr, seit dieser Herr Gaiser Pfarrer ist …

 

Gelaendespiel Muellers BaustelleIch bin schon beeindruckt, was die mit den Kindern alles veranstalten. So sind zum Beispiel die ganzen Jungscharen zusammen zu einem Bezirks-Jungschartag aufgebrochen, den sie Müller’s Baustelle nannten. Ich dachte, die armen Kinder müssten jetzt auch noch beim Renovieren helfen, aber es war wohl eine Art Wettkampf im Wald, den alle ganz toll fanden.

 

 

Rote Socken beim KochenEine Jungschar mag ich übrigens am liebsten. Die heißen „Rote Socken“ und die gibt es schon seit über 20 Jahren. Ich glaube, die wollen von der Jungschar gleich in den Altenclub wechseln. Leider kommen sie nicht so oft, aber sie veranstalten neben Themenabenden und sonstigen Aktivitäten die mit Abstand tollsten Kochabende - und haben immer irgendwelche Reste!

 

Vorbereitung JungscharDie Jungscharmitarbeiter hocken übrigens ziemlich oft im Gemeindehaus. Schließlich müssen diese regelmäßigen Programmpunkte auch alle vorbereitet werden. Dabei kommen immer wieder in der Weihnachtszeit ganz junge Leute dazu. Das sind Konfirmanden und die werden von den Pfarrern immer zu so einem komischen Praktikum eingeteilt. Ich würde als Konfirmand ja lieber beim Stehkaffee mitwirken, da gibt es wenigstens was zum Essen. Aber es gibt doch einige, die auch in der Jungschar mitmachen und das dann so toll finden, dass sie oft dabeibleiben.

 

3zehn16 GottesdienstViele Konfirmanden und bereits Konfirmierte aus Oberboihingen machen sich außerdem regelmäßig mit Jugendwerksmitarbeitern auf zum 3zehn16-Gottesdienst. Das ist ein tolles Bezirksangebot für junge Leute und selbst alte Mäuse kommen dort zum „swingen“. Ich weiß wovon ich Rede, kaum hatte ich es mir in der Beamer-Tasche gemütlich  gemacht, da wurde ich auch schon zu einem solchen Gottesdienst zwangseingeladen.

 

VorstandSonst finde ich, dass es die jungen Mitarbeiter schon manchmal schwer haben. Bis man im Jugendwerk immer durchblickt, wer da so alles mitmacht und was so läuft, braucht man schon Zeit. Also ich schaffe das immer noch nicht und dabei entgeht mir ja fast nichts. Zumindest weiß ich, dass es einen Vorstand gibt. Der tagt leider nicht im Gemeindehaus und sie haben die Frechheit mich nicht einzuladen. Dabei hat der Hannes Gaiser für die schon mal gekocht.

 

Kinderferienprogramm KistenstapelnAber scheinbar machen sie außer Essen doch noch etwas anderes. In der Mitarbeiter-Versammlung „Jugendring“ genannt, werden jedesmal neue Aktionen angekündigt. Da gibt es beispielsweise das Kinderprogramm beim Dorffest, Aktionen beim Kinderferienprogramm der Gemeinde (mit dem Nebeneffekt, dass ich nicht mal in den Sommerferien meine Ruhe habe). Dann veranstaltet das Jugendwerk immer wieder ein großes Kinderfest und um die Arbeit zu finanzieren, übernehmen sie auch noch die Bewirtung bei der Hobbykünstlerausstellung. Ich glaube, es gibt einiges mehr, aber alles konnte sich mein Mäusehirn einfach nicht merken.

 

MiasDie Mitarbeiter-Sitzung ist immer im Gemeindehaus und – wer hätte es gedacht – es gibt natürlich nichts zu essen und zu trinken und der Hannes hat auch noch nie was gekocht …

Immerhin hat er die Mitarbeiter schon in den Hohentwiel zum Weißwurst-Frühstück nach dem Gottesdienst eingeladen. Und sage noch einer, nur Mäuse müsste man ködern… So ist es auf Anhieb gelungen, die sonst nicht gerade fleißigen Gottesdienstbesucher aus dem Jugendwerk in die Kirche zu locken.

 

Oh du fröhliche...Dabei gestalten die Jugendwerkler doch an Weihnachten jedes Jahr einen so schönen Heiligabend Spätgottesdienst. Ich gehe dann immer extra noch mal in die Kirche rüber und freue mich mit den Kirchenmäusen darüber, dass auch ein Jugendwerk nach jahrelanger Grundsatzdiskussion inzwischen zum Abschluss „Oh Du fröhliche“ singt.

 

ChristbaumaktionEinmal im Jahr sammeln sie dann noch die Tannenbäume in ganz Oberboihingen ein. Da bin ich schon mit dem Leiterwagen mitgefahren und weiß jetzt endlich, wie riesig diese Gemeinde eigentlich ist. Unsere Mitarbeiter sind auch etwas frustriert, da ein Pfarrer ab 2011 diesen Ort alleine betreuen muß und dann noch mehr um die Ohren hat. Dabei ist diese professionelle Unterstützung für die ca. 40 Mitarbeiter extrem wichtig und sollte eher ausgebaut als reduziert werden. Zumal die persönliche Begleitung der Mitarbeiter durch den Bezirk in den vergangenen Jahren leider nicht mehr so intensiv war, wie zu den Anfängen einiger altgedienter Mitarbeiter. Apropos Christbaum: Den bauen die Jugendwerksmitarbeiter seit einigen Jahren auch in der katholischen Kirche auf.

Auch unsere Sportgruppen sind für viele unserer Mias ganz wichtig. Während donnerstags unsere  Fussballer mit ihrem Co-Trainer Hannes Gaiser der runden Kugel nachrennen, wird freitags das ideale Zusammenspiel von Koordination und Timing beim Indiaca trainiert. Beim letzten Turnier gelang uns dann mal wieder ein Turniersieg bei etwas besseren Bodenverhältnissen.

MitarbeiterfreizeitNatürlich unternehmen die Mitarbeiter miteinander auch sonst noch eine ganze Menge. Sie treffen sich immer wieder hier im Haus, dann gibt es noch Weihnachtsfeiern und Grillfeste. Das ist ja alles noch ganz schön. Vor allem weil es immer was zu essen gibt.

Aber dann veranstalten sie manchmal auch sehr seltsame Sachen. Statt in das nette Gemeindehaus zu sitzen, gehen sie ein Wochenende weg und rennen mit einem sogenannten Navigationsgerät durch den Wald.

SteinzeitmenschenUnd weil sie ohne den modernen Kram nicht mehr von A nach B finden, müssen sie sich dann im Gegenzug als Steinzeitmenschen verkleiden. Ich finde das ja alles zum Mäuse melken …

Aktualisiert ( Dienstag, den 13. Januar 2009 um 11:13 Uhr )  

Aktuelles

3zehn16 im Februar

Der nächste 3zehn16 Gottesdienst des Bezirksjugendwerks findet am 12.02.2012 in Neuffen statt.

Losung

07. Februar 2012
Die Wasserwogen im Meer sind groß und brausen mächtig; der HERR aber ist noch größer in der Höhe.
Jesus stand auf und bedrohte den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig und verstumme! Und der Wind legte sich und es entstand eine große Stille.